Mangroven schützen bevor es zu spät ist
Ein neues Monitoring-System für gefährdete Küstenökosysteme in Tansania
Mangroven gehören zu den wertvollsten Ökosystemen der Welt. Sie schützen Küsten vor Erosion und Sturmfluten, speichern große Mengen CO₂ und bilden die Grundlage für Fischerei und lokale Lebensgrundlagen. Gleichzeitig bieten sie Lebensraum für zahlreiche Arten und stabilisieren empfindliche Küstenzonen. Ihr Verlust betrifft daher nicht nur die Umwelt, sondern ganze Gemeinschaften ökologisch wie wirtschaftlich.
Das Problem: Unsichtbare Schäden
Mangroven sterben oft unbemerkt. Veränderungen im Boden etwa steigende Salzkonzentrationen, Sauerstoffmangel oder Wurzelfäule – bleiben lange unsichtbar. Häufig wird erst reagiert, wenn Schäden bereits weit fortgeschritten und kaum noch umkehrbar sind. Auch Aufforstungsprojekte scheitern häufig, weil die tatsächlichen Standortbedingungen nicht ausreichend verstanden werden. Genau hier setzt ein datenbasiertes Monitoring an.
Unser Ansatz:
Gemeinsam mit dem Fraunhofer HHI, der SAUT University und Asobo Mobility planen wir ein neues Monitoring-System in Pemba (Tansania). Mithilfe faseroptischer Sensoren sollen Veränderungen im Boden kontinuierlich erfasst werden. So können kritische Entwicklungen frühzeitig erkannt und gezielte Maßnahmen eingeleitet werden.


Technologie und Umsetzung
Zum Einsatz kommt faseroptische Sensortechnologie des Fraunhofer HHI, die entlang von bis zu einem Kilometer langen Kabeln kleinste Veränderungen im Boden misst – etwa bei Feuchtigkeit, Temperatur oder Salzgehalt.
Die Daten werden kontinuierlich erfasst und in einem digitalen System ausgewertet. Daraus entsteht ein digitaler Zwilling des Ökosystems, der Veränderungen sichtbar macht und fundierte Entscheidungen ermöglicht.
Ergänzt wird das System durch elektrische Boote von Asobo Mobility, die für Monitoring, Datenerhebung und Wartung eingesetzt werden.


Geplanter Projektstart 2026
Dieses Projekt ist für uns ein nächster Schritt, um bestehende Ansätze weiterzudenken und auf neue Bereiche zu übertragen. Gemeinsam mit unseren Partnern wollen wir zeigen, wie sich empfindliche Ökosysteme besser verstehen und langfristig schützen lassen.
