Digitale Ökosysteme

Infrastruktur als Grundlage nachhaltiger Entwicklung

Nachhaltige Entwicklung beginnt mit funktionierender Infrastruktur. In vielen Regionen stehen Gemeinden jedoch vor komplexen Herausforderungen. Eine zuverlässige Energieversorgung, Zugang zu sauberem Wasser, sichere Nahrungsmittelproduktion und resiliente lokale Systeme sind leider häufig nicht gegeben.

Unsere Projekte setzen genau hier an, um das Recht auf eine Grundversorgung zu ermöglichen. Wir entwickeln Lösungen, die Energie, Versorgung und Infrastruktur miteinander verbinden, um langfristig stabile Lebensgrundlagen zu schaffen.

Dazu gehören unter anderem:

  • dezentrale Stromversorgung durch erneuerbare Energien
  • Ladeinfrastruktur für elektrische Mobilität
  • Wasser- und Grundversorgungssysteme
  • digitale und ferngesteuerte Aquakultur zur Sicherung von Nahrungsmitteln
  • krisenresiliente Infrastruktur für Gemeinden

Der Fokus liegt dabei auf Systemen, die lokal betrieben, gewartet und weiterentwickelt werden und durch moderne Sensorsysteme digital betrieben werden können.

Lokale Infrastruktur als Schlüssel für resiliente Gemeinschaften

Viele Regionen stehen vor grundlegenden Herausforderungen: fehlende Energieversorgung, unsichere Wasserzugänge und begrenzte Möglichkeiten zur lokalen Lebensmittelproduktion.

Warum sind gerade dezentrale Lösungen so wichtig?

Der Ausbau großer zentraler Infrastrukturen etwa Stromnetze oder Versorgungsanlagen ist oft mit hohen Kosten und langen Planungs- und Bauzeiten verbunden. Für viele abgelegene Regionen bedeutet das, dass eine stabile Energieversorgung noch Jahre oder sogar Jahrzehnte entfernt ist.

Dezentrale Systeme bieten hier einen anderen Ansatz. Lokale Energie- und Infrastrukturlösungen können deutlich schneller umgesetzt werden, sind an regionale Bedingungen anpassbar und funktionieren unabhängig von großen Netzen. Dadurch entstehen krisenresiliente Strukturen, die Gemeinden auch bei Versorgungsengpässen oder infrastrukturellen Störungen zuverlässig unterstützen.

Unsere Lösungen

Dezentrale Energieversorgung

In Tansania liegt der durchschnittliche Stromverbrauch pro Person bei etwa 123 kWh im Jahr in Deutschland sind es rund 1.400 kWh. Während Städte häufig ans Stromnetz angeschlossen sind, bleiben viele ländliche Regionen weiterhin ohne zuverlässige Energieversorgung.

Unsere Lösung sind dezentrale, solarbasierte Systeme. Mit modularen Powerhouse-Anlagen können Gemeinden nachhaltig mit Strom versorgt werden unabhängig von teuren Stromnetzen.

Wasserversorgung

Rund 40 % der Menschen in Tansania haben keinen sicheren Zugang zu sauberem Trinkwasser. Damit ist das Grundrecht auf sauberes Wasser vielerorts noch immer nicht gewährleistet. Gleichzeitig setzen Dürren, Überschwemmungen und der Klimawandel die Wasserressourcen zunehmend unter Druck.

Dezentrale Wasseraufbereitung und nachhaltige Infrastruktur können helfen, Gemeinden langfristig mit sauberem Trinkwasser zu versorgen.

Nahrungsmittelsicherheit

Tansania gehört zu den Ländern mit dem schnellsten Bevölkerungswachstum weltweit. Gleichzeitig geraten wichtige Nahrungsquellen wie Fischbestände durch Klimawandel, Übernutzung und Veränderungen von Ökosystemen zunehmend unter Druck.

Nachhaltige Fischproduktion und innovative Aquakultur können helfen, natürliche Bestände zu entlasten und gleichzeitig eine verlässliche Nahrungsquelle für lokale Gemeinschaften zu schaffen

Nachhaltige Infrastruktur durch smarte Sensorsysteme

In Zusammenarbeit mit dem Heinrich Hertz Institut in Goslar und der TU Clausthal, entwickeln wir innovative Lösungen für digital steuerbare Ökosysteme. Ein Beispiel hierfür ist, unsere digital gesteuerte Fischfarm in Tansania. Durch den Einsatz faseroptischer Sensorsysteme können zentrale Parameter wie Wasserqualität, Temperatur oder technische Zustände kontinuierlich überwacht und aus der Ferne ausgewertet werden.

Diese Technologien ermöglichen eine präzise Steuerung und effiziente Wartung von Anlagen für Aquakultursystemen. Gemeinsam mit Unternehmen und Partnern vor Ort werden die Systeme lokal integriert, betrieben und weiterentwickelt.

Ein zentrales Prinzip dabei ist der sogenannte Digital Twin: Auf Basis der Sensordaten entsteht ein virtuelles Modell der Anlage, das die realen Bedingungen vor Ort digital abbildet. Dieses System stellt Betreibern und Farmern aktuelle Informationen zur Verfügung und unterstützt sie bei der täglichen Bewirtschaftung.

So entstehen vernetzte Infrastrukturlösungen, die nicht nur technisch zuverlässig funktionieren, sondern langfristig eine stabile Versorgung und dem wachsenden Bedarf in diesen Regionen gerecht werden.

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